Sommerfest “Willkommen in Wermelskirchen” Cafe International

Am gestrigen Donnerstag Abend fand im Café International der Flüchtlingsinitiative “Willkommen in Wermelskirchen” das öffentliche Sommerfest statt

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Viele Wermelskirchener, ob Neu- oder Altwermelskirchener, trafen sich zu Geflügelgrillwürstchen und selbstgemachten Leckereien

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Die internationalen Gespräche waren wie immer sehr interessant und auch für die Kinder waren einige Spielmöglichkeiten aufgebaut

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Auch für die Arbeit der Flüchtlingshelfer fand sich zwischendurch ein Moment Zeit

Die Initiative kann auch immer noch weitere Helfer gebrauchen

4. Gesamttreffen von Willkommen in Wermelskirchen am 4.7.2016

Bestimmt 150 Personen sind am Montag Abend der Einladung zum  4. Treffen der Initiative in das Ev. Gemeindehaus Markt gefolgt.

Cornelia Seng machte in einer kurzen Ansprache deutlich, was “Willkommenskultur” bedeutet und wofür die Initiative steht.  (Wortlaut siehe unten)

Anschließend wurde in kurzen Berichten die Arbeit vorgestellt. Reinald Rüsing und Elke Mielke berichteten über das große Engagement in Dhünn und Dabringhausen rund um die Erstaufnahmeeinrichtungen in den Mehrzweckhallen.

Ursula Nicola-Hesse ermutigte zum Mentoring. Auch begrenzte Aufgaben in der Begleitung einer Flüchtlingsfamilie sind möglich. Wichtig ist, dass möglichst viele Kontakte zwischen alten und neuen Nachbarn entstehen.

Bei den Sprachkursen wird jeweils im Team unterrichtet, so dass für niemanden die Aufgabe zu groß wird.

Wer gerne mit Kindern arbeitet, ist im Team der Lernpaten an der Schwanenschule willkommen. Für das nächste Schuljahr wird Unterstützung gebraucht.

Von dem neusten Projekt der Initiative berichtete Bijan Golabi: In der Luisenstraße soll eine Fahrradwerkstatt entstehen. Gemeinsam Fahrräder zu reparieren und flott zu machen ist das Ziel. Hier werden handwerklich geschickte Leute noch dringend gesucht.

Überhaupt war viel von Gemeinsamkeit zu spüren an diesem Abend: Auch die “neuen Nachbarn” waren zahlreich vertreten. Miteinander zu leben in der Vielfalt der Sprachen und Kulturen, das ist das Ziel der Initiative.

Am Ende des Treffens musste Dr. Housam Darwish verabschiedet werden. Er hat seit Oktober vergangenen Jahres als Mentor im Sozialamt gearbeitet. Mit seiner großen sprachlichen Kompetenz und seiner freundlichen Art hat er viele alte und neue Nachbarn zusammengebracht. Cornelia Seng dankte ihm herzlich für die  große Unterstützung, dem Anliegen der Initiative entsprechend Menschen in Wermelskirchen willkommen zu heißen. Dr. Darwish wird eine Forschungsaufgabe an der Universität in Köln übernehmen. Wir lassen ihn nur ungern ziehen! (Auch seine Dankesrede finden Sie unten.)

Wofür wir stehen: Willkommenskultur in Wermelskirchen

(Ansprache von Cornelia Seng)

Herzlich Willkommen heute Abend!

Es ist das erste „große“ Treffen in diesem Jahr. Wir haben viel gearbeitet und vieles miteinander erlebt. Wie es seit Oktober 2014 geworden ist, soll heute Abend vorgestellt werden, anhand des neuen Flyers und in persönlichen Berichten.

Am Beginn der Initiative standen Worte der Bibel, die Christen ermutigen, sich der Fremden anzunehmen. Jesus sagt: “Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.” (Matthäus 25,35)

Damals waren wir uns schnell einig, dass das Motto „Willkommen in Wermelskirchen“ am besten ausdrückt, wofür wir stehen.

Damals sprach man von einer „Willkommenskultur“ in Deutschland. Am Hauptbahnhof in München wurden Flüchtlinge mit Fähnchen und Wasserflaschen begrüßt.

Das ist mehr als ein Jahr her. Was ist in unserem Land davon geblieben?

In den letzten Monaten ist viel von der Angst vor Überfremdung die Rede. Europa baut Zäune, Europa schließt Verträge mit der Türkei aus Angst vor zu hohen Zuwanderungszahlen.
Politiker haben Angst vor der Stimmungsmache mit Fremdenfeindlichkeit.

Aber ist das wirklich so, dass die meisten Menschen hier diese Abschottung und Abschiebung wollen?
Bringt das etwas, vor dem Elend und der Not vieler Menschen in der Welt einfach die Augen zu zu machen?
Gibt es nicht immer noch ganz viele Menschen in unserem Land, die mit uns in der Zuwanderung eine große humanitäre Aufgabe sehen und zuversichtlich „Willkommen“ sagen?

Aber was meinen wir, wenn wir „Willkommen in Wermelskirchen“ sagen? Was besagt der Begriff von der „Willkommenskultur“?

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Vor ein paar Wochen war ich in den USA. Zu einem Treffen von Pfarrern und Pfarrerinnen im Bundesstaat Wisconsin, nordwestlich von Chicago.
Das Wochenende habe ich in einer Gemeinde der United Church of Christ in einer kleinen Stadt verbracht. Im Gottesdienst am Sonntag sollte ich mich vorstellen und über unsere Flüchtlingsarbeit berichten. Die Amerikaner beobachten sehr genau, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht. „In unserer Gemeinde wählen viele Donald Trump“, warnte mich die Pfarrerin, bei der ich zu Gast war. Okay. – Ich habe von „Willkommen in Wermelskirchen“ berichtet. Und von den vielen bereichernden Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern. „We stand up for refugees“, habe ich gesagt. „To stand up for someone“ ist im Deutschen am besten zu übersetzen mit „für Flüchtlinge einstehen“, uns „vor“ sie stellen. – Das bedeutet für mich „Willkommenskultur“:

Wir nehmen Menschen, die in ihren Heimatländern unverschuldet in Not geraten sind, freundlich und respektvoll auf. Und lassen sie an unserem Leben teilnehmen.

„Willkommenskultur“ in diesem Sinne ist aber nicht nur ein innerchristliches Ding.
Sie ist eine Verpflichtung unseres Grundgesetzes.

Artikel 1 unseres Grundgesetzes lautet:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und dem bösen Geist der Nazi-Zeit war den Vätern und Müttern dieser Bundesrepublik das als unumstößliche Grundlage unseres Zusammenlebens wichtig.

Für Christen ist das einfach zu akzeptieren, „sonnenklar“: Die Würde jedes Menschen ist im Schöpfungsglauben begründet, jeder Mensch ist „geschaffen als Ebenbild Gottes“ (1.Mose 1,27).

Die Würde des Menschen lässt sich aber genauso gut humanistisch oder allgemein philosophisch begründen.

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Der ganze Artikel 1 des GG lautet aber:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“.

Aber Flüchtlinge und Asylsuchende erleben die neuen behördlichen Maßnahmen und politischen Regelungen oft als immer neue Hindernisse. Es werden ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt, die das Ankommen in einem normalen Leben in Deutschland behindern.

So erhalten z. B. nach dem neuen Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz vom 24. Oktober 2015 auch Menschen aus den Kriegsgebieten in Syrien und dem Irak nur noch „subsidiären Schutz“ statt einer Anerkennung, wie das bisher üblich war.

Ohne dass sich in dieser Zeit am Krieg in Syrien etwas geändert hat!

„Subsidiärer Schutz“ bedeutet unter anderem, dass der Familiennachzug in dieser Zeit ausgesetzt ist. Familienväter können ihre Familien nicht auf legalem Weg nachkommen lassen. Gerade Frauen mit kleinen Kindern sind im Kriegsgebiet zurückgeblieben. Wie sollen die jungen Väter ihr Leben hier in Deutschland aufnehmen, mit der Sorge um ihre Familien?

Damals, im Sommer 2015, hat selbst die Kanzlerin gesagt, Dublin III sei gescheitert. Dublin III ist die europäische Regelung, nach der ein Asylbewerber in dem Land der EU bis zum Abschluss seines Asylverfahrens bleiben muss, das er zuerst betreten hat. Dass das nicht funktionieren kann, weil Griechenland und Italien alleine damit völlig überfordert sind, leuchtet jedem sofort ein.
Trotzdem bekommen viele Menschen gerade in der letzten Zeit den Bescheid über die Ablehnung ihres Asylverfahrens hier in Deutschland, weil sie in Italien oder Ungarn schon registriert seien. Gerade Italien und Ungarn nehmen aber gar keine Asylbewerber zurück. Warum sollten sie auch?
Die Uneinigkeit in der EU wird auf dem Rücken der Menschen ausgetragen. Das bedeutet Warten und Ungewissheit.

Aber Flüchtlinge und Asylsuchende erleben die neuen behördlichen Maßnahmen und politischen Regelungen oft als immer neue Hindernisse. Es werden ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt, die das Ankommen in einem normalen Leben in Deutschland behindern.

So erhalten z. B. nach dem neuen Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz vom 24. Oktober 2015 auch Menschen aus den Kriegsgebieten in Syrien und dem Irak nur noch „subsidiären Schutz“ statt einer Anerkennung, wie das bisher üblich war.

Ohne dass sich in dieser Zeit am Krieg in Syrien etwas geändert hat!

„Subsidiärer Schutz“ bedeutet unter anderem, dass der Familiennachzug in dieser Zeit ausgesetzt ist. Familienväter können ihre Familien nicht auf legalem Weg nachkommen lassen. Gerade Frauen mit kleinen Kindern sind im Kriegsgebiet zurückgeblieben. Wie sollen die jungen Väter ihr Leben hier in Deutschland aufnehmen, mit der Sorge um ihre Familien?

Damals, im Sommer 2015, hat selbst die Kanzlerin gesagt, Dublin III sei gescheitert. Dublin III ist die europäische Regelung, nach der ein Asylbewerber in dem Land der EU bis zum Abschluss seines Asylverfahrens bleiben muss, das er zuerst betreten hat. Dass das nicht funktionieren kann, weil Griechenland und Italien alleine damit völlig überfordert sind, leuchtet jedem sofort ein.
Trotzdem bekommen viele Menschen gerade in der letzten Zeit den Bescheid über die Ablehnung ihres Asylverfahrens hier in Deutschland, weil sie in Italien oder Ungarn schon registriert seien. Gerade Italien und Ungarn nehmen aber gar keine Asylbewerber zurück. Warum sollten sie auch?
Die Uneinigkeit in der EU wird auf dem Rücken der Menschen ausgetragen. Das bedeutet Warten und Ungewissheit.

Im Sinne der Willkommenskultur sagen wir:

Alle Menschen, die länger als ein halbes Jahr in Deutschland sind, sollten Zugang zu Sprachkursen und Arbeitsmöglichkeiten haben, die ihnen ein eigenständiges Leben ermöglichen und eine Zukunftsperspektive eröffnen.

„Angst macht blind.“ – „Angst ist ein schlechter Ratgeber.“ – Lehrer wissen: Angst verhindert das Lernen, weil Angst einschnürt, eng macht, einem den Atem nimmt.
Auch „Fremdenangst“ behindert das Leben, es kann sich nicht in all seinem Reichtum entfalten.

Wie bereichernd kann dagegen das freundliche aufeinander Zugehen sein!

Vor ein paar Wochen habe ich in einem Kreis älterer Frauen der Kirchengemeinde über „Willkommen in Wermelskirchen“ berichtet. Ich habe auch ein einige der jungen Flüchtlingsfrauen dazu eingeladen. „Die tragen ja Kopftuch“, haben zu Beginn die einheimischen Frauen besorgt geflüstert. Eine gute Stunde saß man sich am Tisch gegenüber, lächelte sich an. So gut es ging, wurden auch ein paar Worte gewechselt.
Vorige Woche habe ich eine unserer alten einheimischen Frauen in der Stadt getroffen. Sie strahlte über das ganze Gesicht. „Frau Seng, wenn die jungen Frauen mich jetzt auf der Straße sehen, winken die schon von Weitem und kommen und nehmen mich in den Arm. Das tut denen doch auch gut.“ Dass es ihr selber auch gut tut, war ihr anzusehen.

Diese bereichernde Erfahrung haben in dem vergangenen Jahr viele Menschen hier in Wermelskirchen gemacht.
Das freundliche Miteinander tut uns selber gut. Diese Vielfalt bereichert uns.

Das kann man erfahren, das kann man lernen. Miteinander zu leben tut gut. Wir Menschen sind dafür bestimmt, freundlich und respektvoll miteinander zu leben. Auch mit kulturellen Unterschieden.

Wir stehen zu einem freundlichen Miteinander in der Vielfalt der Kulturen.
Ein freundliches Miteinander in kultureller Vielfalt tut (uns) gut.

Paul Zulehner, ein katholischer Theologe aus Österreich, hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Entängstigt euch! Die Flüchtlinge und das christliche Abendland“.
Er weist darauf hin, dass das Neue Testament in der Weihnachtsbotschaft beginnt mit der Aufforderung: „Fürchtet euch nicht!“

Ein anderer Spruch aus der Bibel lautet: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern vollkommene Liebe vertreibt die Furcht.“ (1. Joh. 4,17)
Christen sind aufgerufen, das Leben zuversichtlich zu gestalten, entsprechend dem was Jesus gesagt hat.

Zu einer Willkommenskultur gibt es keine vernünftige Alternative!

Diese Zuwanderung ist bereichernd, wir sollten sie zuversichtlich gestalten.

Sie ist eine Bereicherung für das Miteinander in unserer Stadt. Die jungen Leute werden unserer Wirtschaft gut tun und der Überalterung unserer Gesellschaft entgegenwirken.

Übrigens: In Amerika, nach meiner kurzen Rede über „Willkommen in Wermelskirchen“ in der Gemeinde mit den „Trump-Wählern“, hat mir eine Frau spontan 500$ für unsere Arbeit in die Hand gedrückt. Auch in Amerika gibt es Menschen, die unser Anliegen mittragen!

Ich danke Ihnen allen.
Danke, dass wir hier in Wermelskirchen gemeinsam in diesem Sinne unterwegs sind!

Cornelia Seng

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Dankrede von Dr. Housamedden Darwish

Vor fast 2 Jahren bin ich mit meiner Frau in Deutschland angekommen. Wir waren nicht wirklich Menschen, wir waren nur Flüchtlinge, die nach Sicherheit suchten. Nach der Ankunft in Wermelskirchen, haben wir versucht, einen neuen Start oder ein neues Leben zu haben. Am Anfang, war das schwer und vielleicht ganz unmöglich, die Menschen in WK sahen sehr konservativ aus. Aber Schritt für Schritt, haben wir uns mit freundlichen Leuten getroffen: Reinhild Prinz, Harald Bergerhoff, Brigitte Krips … etc.

Aber der wirkliche Wendepunkt war die Geburt von dieser tollen Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“. „Thanks to dieser Initiative waren wir nicht mehr nur Flüchtlinge, die viel Hilfe brauchen, sondern wir waren auch Menschen, die Freunde und gleiche Partner sein können. Wir hatten die Chance nicht nur viel Hilfe zu bekommen, sondern hatten auch die Chance gute und normal soziale Beziehungen zu haben. Ich möchte hier eine kurze Geschichte erzählen: Nach unserem Umzug in eine Wohnung oder Haus, haben wir einen Brief bekommen. Ich möchte diesen Brief vorlesen, weil er den Geist von „WKIWK“ darstellt und von der Willkommenskultur zeugt:

Dear neighbors from Syria!
Welcome in our city Wermelskirchen. I hope you feel at home here.
If you have any questions or need anything you can feel free to contact me. My name is Lotte Vom stein and I live in Lindenweg 26. It is not so far away from you.
You don’t need to be afraid because I am willing to help you.
Your sincerely

Am Ende, möchte ich sagen dass die Willkommenskultur von wkiwk nicht nur super ist im willkommen heißen von  Flüchtlingen, sie ist auch super im danke sagen.
Wenn ich jemandem von dieser Initiative danke, sagt er oder sie normalerweise: „nichts zu danken“, aber für mich es gibt viel, viel zu danken. Dankeschön, dass ich mitmachen durfte in dieser fantastischen Initiative.

Ab Morgen versuche ich ein Kölner zu sein, aber ich werde für immer ein Wermelskirchener bleiben!

Einladung zum Gesamttreffen / Informationsabend am Montag, dem 4. Juli um 19 Uhr im Ev. Gemeindehaus Markt

“Seit es ‘Willkommen in Wermelskirchen’ gibt, weiß ich endlich, warum wir ‘die Kleinstadt mit Herz’ heißen”, sagte Frank Schopphoff kürzlich.

Um die Willkommenskultur in unserer Stadt soll es auch beim Informationsabend am Montag, dem 4. Juli gehen!

Der Abend beginnt um 19 Uhr im Ev. Gemeindehaus Markt.

Die Mehrzweckhallen in Dhünn und Dabringhausen als Erstaufnahmeeinrichtungen werden geschlossen, wie geht es weiter mit der Aufnahme von Flüchtlingen in unserer Stadt?

Der neue Flyer von WkiWk wird vorgestellt,  viele Mitarbeitende berichten über die Erfahrungen in ihrem Arbeitsbereich.

Was sollten wir Neues bedenken, damit neu Zugewanderte sich in unserer Stadt zu Hause fühlen können?

Auch wer sich erstmalig über die Arbeit informieren möchte, ist herzlich willkommen!

Die Erfahrung zeigt: “Willkommen in Wermelskirchen” zu sagen, bereichert nicht zuletzt uns alte Einheimische! Wollen Sie nicht auch mitmachen?

 

8. Stadtmeister im Boule

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Am Wochenende fand die 8. Stadtmeisterschaft im Boule in Wermelskirchen statt

10 Fragen an einen der Spieler aus der Siegermannschaft bei der Veranstaltung. Sein Name ist Bulbul und er ist seit August letzten Jahres in Wermelskirchen

Da wir keine Zeit hatten uns persönlich zu treffen, haben wir dieses Interview per WhatsApp geführt

Hallo Bulbul, darf ich Dir zehn Fragen zu Eurem Spiel am Wochenende stellen?

Ja…

Was war das für ein Sport?

Das war eine Stadtmeisterschaft für Boule.

Was ist Boule?

Wir spielen mit dem große Kugeln und eine kleine Kugel. Die kleine Kugel nennt man die Schwein. Zuerst werfen wir die Schwein (mindestens 6 Meter weit). Dann werfen wir die große Kugeln wie möglich nah an die kleine Kugel. Die Manschaft gewinnen die am nächsten an der kleine Kugel ist.

Wann fand dieser Sport statt?

Es fand am Sonntag (12-06-2016) statt am Schwanenplatz in Wermelskirchen.

Wie war das Wetter?

Das Wetter war sehr schön aber nur am Anfang. Am Ende haben wir nass geworden.

Wie viele Personen haben mitgespielt?

Wir haben 60 Personen mitgespielt.

Welche besonderen Personen haben teilgenommen?

Erwachsene Generation und Senioren Generation haben teilgenommen. Und der Bürgermeister hat auch teilgenommen.

Wie viele Mannschaften gab es?

Es gab 20 Manschaften.

Wer wurde Sieger im Spiel?

Unsere Team (Bulbul, Emilian, Riaz) wurde Sieger im Spiel.

Wie oft spielen die Sieger sonst?

Sie spielen jeden Sonntag am Schwanenplatz, wenn das Wetter schön ist. Manche Sonntag haben wir auch gespielt.

Woher kommen die Spieler der Siegermannschaft?

Wir Spieler der Siegermanschaft kommen aus verschiedenen Ländern. Bulbul und Riaz (Bangladesch) Emilian (Albanien)

Vielen Dank für die Erklärungen und weiterhin viel Spaß beim Spiel um die Kugeln

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Hier geht es zum Bericht der Bergischen Morgenpost Klick

Leserbrief von Ilo Kirsten-Polnik, Mitglied des Stadtrates (Bündnis90/DieGrünen)

Liebe Interessierte,

wie ihr alle wisst, wird ja nun endlich das ehemalige Obdachlosenhaus abgerissen und durch zwei neue Gebäude ersetzt! Viele werden sich darüber freuen, vielen tut es allerdings in der Seele weh : die Idee von Matthias Pahl, das letzte Handwerkerhaus zu translozieren (versetzen), hat einen gewissen Charme ! Allerdings fehlt a) die Kohle und b) eine sinnvolle Weiterverwendung !

Plötzlich habe ich eine Vision: Der Verein Willkommen in Wermelskirchen ist seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Treffpunkt, wo man täglich eine Anlaufstelle in der Art des Internationalen Cafés einrichten kann.

Wenn nun, wie angedacht, der Bauherr der beiden neuen Häuser die Abrisskosten dem, der das Umsetzen federführend in die Hand nimmt, aushändigt, wäre der angebotene Standort auf bzw. neben alten WC-Anlage optimal, weil zentral; außerdem sind dort bereits Strom- und Wasseranschlüsse vorhanden ;). Kleiner Schönheitsfehler: es fehlen noch einige Tausend Euronen.

Jetzt zu meiner Vision:
Ich bin überzeugt, dass es gelingen müsste, etliche Hundert, wenn nicht sogar tausend Personen zu motivieren, im Rahmen einer Stiftung oder einer Art Genossenschaft mtl. 10€ für die Dauer eines Jahres zu investieren, um dieses Vorhaben zu realisieren !
Wir hätten damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, nämlich den Erhalt dieses substantiell noch weitgehend erhaltenen Fachwerkhauses (auch als Abrundung zu den gegenüber liegenden Häuser interessant) und eine sinnvolle Nutzung (woanders müsste für entsprechende Räumlichkeiten ja auch Miete gezählt werden)!

Wer diese Vision unterstützen möchte (ggf. noch Wissen über die Gründung einer Stiftung mitbringt), darf sich gerne bei mir melden.

Ich freue mich auf zahlreiche “Interessenten”

Ilo Kirsten-Polnik

Trassenfest am 05.06.2016

Am heutigen Sonntag fand nun das Trassenfest statt

Beginnend um 10:30 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst unter dem Thema

“Wo die Liebe wohnt, da ist Gott!”

Die beinahe 150 Besucher wurden nicht enttäuscht. Es wurde viel gesungen und erzählt.

Cornelia Seng erzählte unter anderem die Geschichte von Martin, dem Schuster

„Wo die Liebe wohnt, da ist Gott!“
– das ist auch der Titel einer Geschichte von Leo Tolstoi.

Martin ist alt geworden. Seine Frau ist gestorben, und auch seinen einzigen Sohn hat eine ansteckende Krankheit dahingerafft.

Jetzt lebt er ganz allein in seinem Zimmer, das ihm gleichzeitig als Werkstatt dient. Martin ist Schuster.

Aber wofür ist Martin jetzt eigentlich noch auf der Welt? Hat sein Leben überhaupt noch einen Sinn?
Man muss nicht erst alt werden, um sich diese Frage zu stellen. Arbeite ich wirklich das ganze Jahr für diese drei Wochen Urlaub? Oder, noch härter: Arbeite ich für diese mickrige Rente? So fragen sich Jüngere.

Worum geht es eigentlich im Leben?

Martin, der Schuster ist auf einen Satz aus der Bibel gestoßen. Jesus sagt da: „Was ihr getan habt einem meiner Brüder, die in der Welt wenig Wertschätzung erfahren, das habt ihr mir getan!“ (Jesus weiß natürlich, dass es niemandem schwer fällt, den einflussreichen und angesehenen Leuten in der Stadt einen Gefallen zu tun!)

Der Schuster Martin in Leo Tolstois Geschichte lässt sich auf die Aufforderung Jesu ein und probiert es aus: Dem alten Stephan, dem das Schneekehren schon richtig schwer fällt, bietet er eine Tasse Tee an. Der jungen Mutter mit dem Kind auf dem Arm, die friert, weil sie viel zu dünn angezogen ist, gibt er eine Decke mit. Den Streit der Marktfrau mit dem Jungen, der einen Apfel klauen wollte, schlichtet er und versöhnt die beiden.

Damit tut Martin bestimmt nichts Weltbewegendes, es sind ganz und gar keine Heldentaten.
Er tut einfach nur das Nächstliegende. Ganz einfache, selbstverständliche Dinge. Ohne großartig darüber nachzudenken.

Im nächsten Jahr feiern wir 500 Jahre Reformation. Zur Zeit Martin Luthers waren die sogenannten „guten Werke“ ein wichtiges Thema. Wie kriegt man das hin, ein „guter Mensch“ zu sein und „gute Werke“ zu tun?

Martin Luther hat einmal geantwortet: „Die Scheibe eines Spiegels, die in der Sonne liegt, wird automatisch die Sonne reflektieren, oder?“ Genauso ist es mit unserem Leben. Wer von der Liebe Gottes getroffen ist, wird diese Liebe weitergeben. Ganz automatisch. Ohne groß darüber nachzudenken.

Die Liebe Gottes zu uns Menschen ist die Quelle aller Liebe.

Um „gute Werke“ zu tun, da war sich Martin Luther sicher, braucht man sich nur der Liebe Gottes auszusetzen, genau so wie man sich an einem schönen Tag in die Sonne setzt und das Gesicht von den Strahlen wärmen lässt.

Um sich in Gottes Sonne zu setzen, braucht man übrigens nicht besonders religiös zu sein, im Gegenteil: Allzu viel Religiosität schadet manchmal.

„Religion ist Mensch sein, Mensch sein im Sinne Jesu“, so hat Albert Schweitzer, der Urwalddoktor, gesagt.

Dafür hat Jesus gelebt und schließlich seinen Kopf hingehalten: Dass wir uns Gottes Liebe gefallen lassen. Ob er überhaupt eine neue Religion gründen wollte? Manche Theologen bestreiten das.

Alles, was Jesus gesagt hat, hat mit Gottes großer Liebe zu tun. Gottes Liebe führt dazu, dass wir dem Nächsten ein Mitmensch werden.

Kein Mensch ist dafür geschaffen, für sich alleine zu leben. Niemand ist eine Insel.
Gott will, dass Menschen mit- und füreinander leben. Zum Leben in der Gemeinschaft von Menschenbrüdern und Schwestern hat er uns geschaffen.

Wir sollten aufhören mit einem Lebensstil, der nur für unser eigenes Wohl Sorge trägt. Auch mit noch mehr Konsum werden wir nicht glücklich. Und ein weiteres paar Schuhe mehr im Schrank bringen wirklich nichts.

Lasst uns diese Welt zu einem Ort machen, an dem wir füreinander und miteinander leben.
Was würde das bedeuten, wenn Deutschland seinen Part im Miteinander in der Weltgemeinschaft übernehmen würde, statt nur an den eigenen nationalen Wohlstand zu denken?

Ob dieser Tag für Martin ein guter Tag war? Der Tag, an dem er es ausprobiert hat, nicht mehr nur „für sich“ zu leben? Der Tag, an dem er eine Tasse Tee geteilt hat, eine Decke verschenkt hat und Frieden gestiftet hat?
Keine Frage! An diesem Tag hat Martins Leben an Tiefe und Sinn gewonnen!

Zu nichts Anderem lade ich ein: Die Worte Jesu ernst zu nehmen und sie auszuprobieren. Sich Gottes Liebe gefallen zu lassen und im Vertrauen darauf zu leben.

Für Zusammenhalt hat uns Gott geschaffen, Zusammenhalt an unserem Ort und für den Zusammenhalt zwischen allen Menschenbrüdern und Schwestern.
Bei aller Unterschiedlichkeit miteinander zu leben, mit allen Unterschieden in der Sprache, Kultur und Religion, das macht das Leben reich und sinnvoll.

„Gottes Liebe ist wie die Sonne, sie ist immer und überall da!“ Und sie gilt allen Menschenbrüdern und Schwestern!

Cornelia Seng

 

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Zu allen Fotos geht es hier (neues Fenster)

Und hier noch ein Film

Ein gelungener Open-Air-Gottesdienst und ein gelungener Stand mit Verpflegung aus Syrien, Pakistan und Bangladesch

Willkommen in Wermelskirchen macht mit beim Trassenfest!

Open-Air-Gottesdienst zum Trassenfest

„Willkommen in Wermelskirchen“, die Initiative von Christen für Flüchtlinge und Asylsuchende, lädt ein zu einem Open-Air-Gottesdienst am Sonntag, 5. Juni um 10.30 Uhr (wer einen sicheren Sitzplatz braucht, sollte um 10.15 Uhr da sein!) an der Bühne vor dem Zweirad-Center Lambeck, Braunsberger Straße 2 in Wermelskirchen. Der Gottesdienst wird von Mitgliedern aus verschiedenen Gemeinden vorbereitet und trägt das Thema „Wo die Liebe wohnt, da ist Gott“. Musikgruppen vom „Treffpunkt Hoffnung“ und von der Kirche Hünger sorgen für die musikalische Begleitung.

„Die Liebe Gottes inspiriert uns bei Willkommen in Wermelskirchen“, erklärt Pfarrerin Cornelia Seng von der Initiative. Und diese Liebe habe alle Menschen im Blick. “Deshalb werden auch Flüchtlinge zu Wort kommen. Es soll ein fröhlicher internationaler Start zum Trassenfest sein“, ergänzt Seng.

Zugleich dankt „Willkommen in Wermelskirchen“ in diesem Gottesdienst den vielen Spendern, die Fahrräder für Flüchtlinge gestiftet haben.

Am Informationsstand der Initiative liegt der neu gestaltete Flyer aus, und Essen nach Rezepten aus Syrien und Bangladesh wird angeboten.

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Erste Fahrradpaten unterwegs!

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Nachdem am 19. und 27. Mai rund 30 Personen das Fahrradtraining besucht haben, waren heute die ersten Fahrradpaten unterwegs.

Frank Schopphoff ist zusammen mit Said Khodor den Weg zu dessen Arbeitsstelle nach Hilgen abgefahren. Zusammen haben sie das an den beiden Trainingstagen in Bild und Film Gelernte praktisch umgesetzt.

 

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Die Sicherheit des Radfahrers ist Frank Schopphoff ein großes Anliegen. “Im toten Winkel des LKWs kann ein Radfahrer nicht gesehen werden! Deshalb: Immer die Hand an der Bremse beim Überqueren einer Kreuzung!” ermahnte er die Teilnehmer beim Trainigsabend in Gemeindesaal der Kath. Kirchengemeinde.

Von Dr. Housam Darwish wurde alles ins Arabische übersetzt, Bijan Golabi hat für eine junge Frau aus Afghanistan die Übersetzung in Farsi übernommen.

Stadtpläne von Wermelskirchen wurden ausgegeben, in denen die täglichen Routen der Teilnehmer eingezeichnet werden können.

Rund 15 Patenschaften sind zustande gekommen. Bestimmt werden Sie demnächst noch öfter die Fahrradpaten in kleinen Teams durch Wermelskirchen radeln sehen.

Frank Schopphoff sei herzlich gedankt für die detaillierte Vorbereitung und die sorgfältige Durchführung! Das ist ein großer Schritt für ein gelingendes Zusammenleben in Wermelskirchen!

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Paten für Radverkehrs-Training mit Flüchtlingen gesucht

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Anhang schicke ich Ihnen Infos zu einem Wermelskirchener Flüchtlingsprojekt, für das ich mich seit fast einem Jahr einsetze. Aus einer Schulveranstaltung entwickelt sich zur Zeit ein Projekt von “Willkommen in Wermelskirchen” im außerschulischen Bereich, für das sich auch der ADFC auf allen Ebenen mitverantwortlich fühlt.

Viele Grüße

Frank Schopphoff